Texter Briefing: Eine kurze Checkliste für eine erfolgreiche Zusammenarbeit

Möchtest du deine Texte in Zukunft von einem Profi schreiben lassen? Gute Entscheidung! Aber damit dein*e Texter*in dir auch die Inhalte liefern kann, die zu dir passen, musst du eine sinnvolle Auftragsanweisung schreiben. Mit meiner kurzen Checkliste erstellst du Texter Briefings mit links.

 „Ich brauche einen Text“ – Warum Texter Briefings so wichtig sind

Vielleicht hast du die Situation bereits erlebt: Du brauchst für deine Website oder deinen Blog professionelle, suchmaschinenoptimierte Texte. Themen und Ideen hast du genügend, nur das Schreiben ist nicht dein Ding. Du suchst eine*n Texter*in, vergibst den Auftrag und bist am Ende doch enttäuscht.

Der Sprachstil passt nicht zu dir, inhaltlich fehlen wichtige Punkte und mit der Formatierung kannst du auch nichts anfangen. Der Texter oder die Texterin hat es einfach nicht drauf!

Ja, zugegeben, vielleicht bist du an ein schwarzes Schaf geraten. Die gibt es natürlich in jeder Branche. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass ein gutes Texter Briefing gefehlt hat.

Eins vorweg: Texter*innen können leider auch nicht Gedanken lesen (ich arbeite zwar dran, aber bisher ohne Erfolg!). Niemand kann in deinen Kopf schauen. Um jedoch für dich einen guten und zielführenden Text zu schreiben, müssen wir dein Unternehmen, dein Produkt, deine Zielgruppe und dein Ziel kennen.

Natürlich investieren Texter*innen Zeit in eine ausführliche Recherche. Aber nicht alle Informationen lassen sich online finden und manche Dinge – wie zum Beispiel deine Zielgruppe – weißt eben nur du.

Je besser du dein Texter Briefing vorbereitest, desto einfach hat es dein*e Texter*in und desto eher erhältst du am Ende Beiträge oder Website Texte, die zu dir passen.

Ein Briefing – also eine kurze Einweisung in den Auftrag – ist auch bei Weitem nicht so kompliziert, wie du jetzt vielleicht denkst. Um dir die Zusammenarbeit mit Freelance-Texter*innen in Zukunft zu erleichtern, habe ich dir eine kleine Checkliste zusammengestellt, die du ganz easy Schritt für Schritt abarbeiten kannst. Los geht’s!

Checkliste für dein Texter Briefing

Diese 9 Punkte sollte deine Auftragseinweisung an deine*n Texter beinhalten:

 1. Was willst du eigentlich?

Diese Frage klingt selbstverständlich, ist sie aber nicht. Viele Auftraggeber haben zwar Ideen für Artikel, Blogbeiträge und Co., aber konkrete Zuordnungen fehlen.

Welche Zielgruppe sollen die Texte ansprechen? Kleiner Tipp: „Erstmal alle“ ist keine Zielgruppe. Texte, die alle ansprechen sollen, sprechen letztendlich niemanden an. Die eierlegende Wollmilchsau ist und bleibt auch als Text ein Mythos.

Für welchen Zweck wird der Text anschließend verwendet? Brauchst du einen Verkaufstext für ein Produkt? Möchtest du in einem Blogbeitrag deiner Zielgruppe dein Expertenwissen zeigen? Brauchst du Website Texte für dein Unternehmen?

An erster Stelle deines Texter Briefings steht also neben deiner Unternehmensbeschreibung ein Umriss des Projekts: Für wen soll dein*e Texter*in was schreiben und warum?

Einen Roman brauchen wir übrigens an dieser Stelle nicht. Halte dich kurz! Bei Unklarheiten stellen wir schon die richtigen Fragen.

 2. Welche Anrede soll verwendet werden?

Wie möchtest du deine Leser ansprechen? Werden deine Kunden grundsätzlich geduzt? Dann kannst du das auch auf deiner Website oder deinem Blog machen. Ein plötzliches „Sie“ wäre sogar eher verstörend.

Vielleicht wird in deiner Branche jedoch auf eine förmliche Anrede Wert gelegt. Dann gehört das ebenfalls ins Texter Briefing.

Auch dafür ein kleiner Hinweis: Du kannst die Anrede natürlich auch an den Verwendungszweck anpassen. Veröffentlichst du zum Beispiel eine Stellenausschreibung für einen Ausbildungsplatz und bist auf der Suche nach jungen Talenten direkt nach der Realschule, dann kannst du ruhig auch ein „Du“ verwenden, selbst wenn sonst gesiezt wird.

3. Wichtiger Hinweis im Texter Briefing: Fachjargon oder Alltagssprache

Nicht immer ist die Alltagssprache gewünscht. Viele Branchen kommen ohne bestimmte (und manchmal auch komplizierte) Fachausdrücke nicht aus.

Doch es gibt immer unterschiedliche Herangehensweisen, über die du dir vorweg Klarheit verschaffen solltest. Sind deine Kunden so tief in der Materie drin, dass sie problemlos jedes Fachwort verstehen und das auch von deinen Texten erwarten?

Oder möchtest du vielleicht ein komplexes Thema einer breiteren Masse verständlich machen? Dann kann dein*e Texter*in Alltagssprache verwenden, die jeder versteht.

Vielleicht brauchst du sogar etwas Humor, um deine „trockenen“ Inhalte aufzulockern?

Entscheide dich für eine Herangehensweise und vermerke das in deinem Texter Briefing.

Du weißt nicht wirklich, welcher Sprachstil passt? Dann besprich das bei Übergabe des Projekts einfach direkt. Dein*e Texter*in hat bestimmt ein paar Tipps für dich.


 4. Gibt es bestimmte Sprachanforderungen?

Wenn dein Unternehmen nicht erst seit gestern besteht und du bereits in der Vergangenheit mit Freelancer*innen oder Agenturen gearbeitet hast, dann gibt es eventuell bestehende Schreibweisen, die dein*e neue*r Texter*in kennen sollte.

Müssen bestimmte Worte in Zusammenhang mit deinem Produkt verwendet werden? Gibt es einheitliche Schreibweisen von komplizierten Ausdrücken oder Anglizismen? Das solltest du deine Texter Briefing unbedingt beifügen.

Stehst du jedoch noch ganz am Anfang, dann kannst du zusätzlich ein Dokument in Auftrag geben, in dem solche Formulierungen für die Zukunft gesammelt werden.

5. Wichtiges Thema: die Keywords

Ohne Keywords keine suchmaschinenoptimierten Texte!

Keine Panik: Ein*e Texter*in macht natürlich eine Keyword-Recherche, bevor sie oder er mit dem Schreiben loslegt. Doch vielleicht gibt es bereits eine Sammlung an Keyphrasen, die zum Beispiel bei der Erstellung deiner Website entstanden ist und die weiterverwendet werden kann?

Auf jeden Fall gehört das Vorgehen bezüglich der Keywords definitiv in dein Texter Briefing.

6. Gibt es bestimmte Punkte, die dein Text unbedingt enthalten muss?

Du bist der Fachmann in deinem Bereich. Dein Kopf ist also voll mit wichtigem Fachwissen, dass zu einem bestimmten Thema unbedingt genannt werden sollte.

Dann beschreibe das auch in deinem Texter Briefing. Wie bereits am Anfang erwähnt: Wir können deine Gedanken leider nicht lesen! Sollen also bestimmte Inhalte unbedingt in dem von dir beauftragten Text vorkommen, dann gehören sie als kurze Aufzählung in die Auftragsbeschreibung.

 7. Kennst du deinen Call to action?

Jeder Text hat ein Ziel. Das kennst du, daher ist das ebenfalls ein wichtiger Punkt im Texter Briefing.

Soll der Kunde nach dem Lesen in Kontakt mit dir treten? Oder lieber einen Kommentar hinterlassen? Vielleicht möchtest du zum Kaufen anregen oder doch auf deine Social Media Kanäle hinweisen?

Vor allem Blogbeiträge brauchen einen klar formulieren Call to action, der bereits vor Beginn des Schreibens klar definiert werden sollte.

8. Wie hättest du es gerne?

Jede*r Auftraggeber*in hat andere Strukturvorgaben. Manche möchten die Texte klar formatiert bekommen und zum Beispiel Überschriften mit den entsprechenden H1, H2, H3 Tags versehen bekommen.

Andere wiederum kennen sich ausreichend aus und brauchen nur eine Fettung oder auch gar nichts, damit das spätere Einsetzen des Textes auf der Website leichter geht.

Ich hatte auch schon Kunden, die eine Word-Vorlage geschickt haben, in die ich die fertigen Texte einkopiert habe. Uns ist das egal, aber wir müssen wissen, wie wir dir deinen Text liefern sollen. Ein Texter Briefing ist der richtige Platz, um uns das du verraten.

 9. Eine Deadline gehört ebenfalls ins Texter Briefing

Wieder ein Punkt, der auf den ersten Blick offensichtlich scheint – es aber nicht ist.

Du bestimmst die Deadline. Aber rechne auch immer Zeit für eventuelle Korrekturrunden ein. Du musst Zeit haben, den Text in Ruhe zu lesen und deine Anmerkungen zu notieren. Dein*e Texter*in wiederum braucht Zeit, um diese Änderungen umzusetzen.

Die Deadline muss also entschieden vor dem Veröffentlichungsdatum liegen!

Ein routinierter Texter hilft

Vielleicht hört sich das Texter Briefing für dich immer noch recht kompliziert an. Ich fasse es kurz zusammen:

  1. Kenne dein Ziel
  2. Definiere deine Anrede
  3. Fachjargon oder Alltagssprache
  4. Besondere Sprachanforderungen
  5. Keywords
  6. Wichtige Inhalte
  7. Call to action
  8. Strukturvorgaben
  9. Deadline


Ein*e Texter*in hat bereits Erfahrung damit. Daher: Erstelle die Auftragsanweisung so gut du kannst und frage ruhig nach, wenn du dir bei etwas unsicher bist.

Vor allem, wenn du zum ersten Mal Schreibtätigkeiten auslagerst, wird dir dein*e Freelancer*in sicher auch Tipps geben können, wie du dein Texter Briefing für das nächste Mal verbessern kannst.

Ein Tipp zum Schluss: Je häufiger du mit einer Person zusammenarbeitest, desto einfacher werden die Briefings. Es lohnt sich also nach einer langfristigen Unterstützung zu suchen.


Hast du schon einmal Texter Briefings erstellt? Wie waren deine Erfahrungen? Verrate es mir in den Kommentaren.

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