Hallo Produktivität! Meine 5 erprobten Tipps gegen Prokrastination

Schiebst du Aufgaben oft auf? Kenne ich! Wer jetzt glaubt, er sei faul, der irrt. Denn die Ursachen deiner Unproduktivität liegen ganz woanders. Ich verrate dir daher heute meine fünf besten Tipps gegen Prokrastination, die dir garantiert helfen werden.

Tipp 1 gegen Prokrastination: Ursachen verstehen

Die Definition des Wortes „Prokrastination“ ist einfach: das Aufschieben einer Aufgabe. 

Dein Kollege bittet dich um Hilfe bei einem Projekt, deswegen verschiebst du das Beantworten deiner Mails? Gute Prokrastination.

Du erledigst deine Teilaufgabe nicht im Zeitplan und dadurch wird das Projekt nicht fertig? Keine gute Prokrastination.

Ganz ehrlich? Jeder verschiebt von Zeit und Zeit. Auch ich bin keine Ausnahme. Vor einiger Zeit habe ich in einen Onlinekurs investiert. Spannendes Thema, gut aufgebauter Kurs. Obwohl ich mir dafür im Kalender sogar Zeit blockiert habe, war meine Motivation nach der Anfangseuphorie eher nicht mehr zu finden. 

Doch warum verschieben wir immer wieder Aufgaben, obwohl wir eigentlich wissen, dass sie uns weiterbringen und wir sie erledigen sollten?

Selten hat das etwas mit Faulheit zu tun. Meistens sind wir Weltmeister im prokrastinieren, wenn uns Aufgaben in irgendeiner Form über- oder unterfordern oder wir unseren eigenen Zeitplan nicht im Griff haben.

Schnell spielt auch die Angst vor dem Versagen eine Rolle. Vielleicht musst du dich endlich mal an deinen Blogbeitrag setzen. Aber die Sorge vor Kritik ist groß. Was, wenn du mit deinen Aussagen aneckst und dich mit negativen Kommentaren auf deinem Blog auseinandersetzen musst? 

Plötzlich sind das Aufräumen deines Kellers oder das Ausmisten deines Schuhschranks grandiose Ideen! 

Das erstaunliche: Wenn dir deine Freundin erzählt, dass ihr der Mut fehlt, sich auf ihre Traumstelle zu bewerben, dann sprichst du ihr Mut zu. Du motivierst sie, baust sie auf und kannst eigentlich nicht verstehen, warum diese talentierte Frau nicht endlich in die Gänge kommt!

Das Gleiche könntest du bei deinen eigenen Projekten und Aufgaben machen. Du könntest dir selbst Mut zusprechen und auf dein Können vertrauen. Stattdessen malst du dir aber lieber alle Schreckensszenarien aus und schiebst weiter auf. Prokrastination at its best!

Das führt uns zum zweiten Tipp gegen Prokrastination:

 

Priorisiere richtig

Egal, welche Ursachen deiner Prokrastination zugrunde liegen, das Projekt muss erledigt werden. Aufschieben macht es nicht besser. Sogar im Gegenteil: Die Aufgabe schwebt den ganzen Tag wie eine dunkle Regenwolke im Comic über dir und verdirbt dir den restlichen Tag. 

Priorisiere also diese Tätigkeit und erledige sie am besten direkt morgens. Du bist ausgeruht und noch voller Power. Um drei Uhr am Nachmittag ist dein Energielevel bereits trotz Kaffee oder Schokolade ziemlich gesunken. Dich dann noch dafür zu motivieren wird zum Ding der Unmöglichkeit und du hast wieder prokrastiniert. Nur leider nichts dabei gewonnen!

Setzt du dich dagegen direkt dran, dann kannst du dir danach sogar eine Belohnung gönnen. Vielleicht nimmst du dir den restlichen Vormittag (oder sogar ganzen Tag) frei. Oder du gehst zum Mittagessen in dein Lieblingsrestaurant. Oder du entspannst in der Mittagspause bei einer Massage (definitiv mein Favorit!).

 

Mache kleine Schritte – mein 3. Tipp gegen Prokrastination

„Steter Tropfen höhlt den Stein“. Da hat der gute Ovid damals etwas ganz Schlaues gesagt. 

Stell dir vor, du willst ein Buch schreiben. Die Idee ist in deinem Kopf, aber du kommst nicht so richtig dazu. Jeden Tag (er)findest du Gründe, warum „morgen“ besser ist. 

Aber versuche es mit diesem Ansatz: Schreibe an vier Tagen in der Woche jeweils 500 Worte. Ganz ehrlich, 500 Worte sind nicht so viel und nicht unmöglich. Damit hast du 2000 Worte in der Woche und 50.000 Worte in sechs Monaten. Wie klingt das? Als hättest du ziemlich viel geschrieben!

Oft fangen wir mit einer Aufgabe nicht an, weil das Ziel so weit weg erscheint. Dabei könntest du dich in kleinen Schritten auf den Weg machen. 

Schreibe an einem Tag nur den Titel für deinen nächsten Blogbeitrag. Easy!

Am nächsten formulierst du eine grobe Gliederung. Done!

Danach schreibst du eine kurze Einleitung – drei Sätze reichen. Erledigt.

Du hast noch zusätzliche Informationen zu deiner Aussage gefunden? Prima, notiere sie. 

Und ehe du dich versiehst, bist du im Flow und der Beitrag fertig.

Wenn du dann noch rechtzeitig anfängst und nicht erst, wenn dein geplantes Veröffentlichungsdatum an die Tür klopft, dann kannst du dir für die einzelnen Schritte auch ganz viel Zeit lassen.

Meine Tipps gegen Prokrastination

Tipp 4 gegen Prokrastination: Rechenschaft ablegen

Vor allem Einzelunternehmer und Selbstständige kennen das Problem: Wenn du keinen Chef hast, der dir Aufgaben und Deadlines vorgibt, ist Prokrastination ein regelmäßiger Produktivitätskiller.

Es hilft auf jeden Fall, wenn du deine Aufgaben aufschreibst. Egal, ob online, auf einem Schmierzettel oder in einem physischen Kalender. Nichts ist motivierender, als To-dos von einer Liste zu streichen.

Aber bei größeren Projekten, die länger andauern, hilft das oft nicht. Wir erinnern uns: wenn das Ziel so weit entfernt ist, ne?

Ich rate dir daher: Such dir einen Arbeitspartner! Zusammen macht ihr ein kleines Ritual aus. Jede Woche (oder einem anderen passenden Zeitraum) schließt ihr euch kurz und berichtet über eure Erfolge, die ihr im Vorfeld kommuniziert habt. Das kann per Mail, über Skype, am Telefon oder bei einem Kaffee passieren. 

Glaube mir, es wird irgendwann ziemlich unangenehm, schon wieder erklären zu müssen, warum du dich nicht endlich an deine Website-Texte gesetzt hast!

 

Letzter Tipp gegen Prokrastination: Hinterfragen

Helfen alle oben genannten Tipps nicht, bleibt nur eine Möglichkeit: Finde heraus, warum du das Projekt oder die Aufgabe überhaupt auf dem Tisch hast und aufschiebst.

Vielleicht ist sie einfach zu anspruchsvoll und dir fehlen tatsächlich die Qualifikationen dafür.

Oder es ist der falsche Kunde, dein Bauchgefühl sagt dir: Nein, mit dieser Person möchte ich einfach nicht zusammenarbeiten.

Dann ist das ein erster Schritt, wie du in Zukunft solche Situationen vermeiden kannst. 

Bist du angestellt, kannst du vielleicht durch ein Gespräch mit dem Vorgesetzten die unliebsame Aufgabe abgeben oder zusätzliche Hilfe bekommen.

In der Selbstständigkeit bleibt dir oft nichts anderes übrig, als die Zähne zusammenzubeißen. Aber: Stell dir vor, wie es sich anfühlen wird, wenn du es fertiggestellt und abgegeben hast.

Plane in einzelnen, kleinen Steps, erledige sie direkt morgens und höre in Zukunft besser auf dein Bauchgefühl.

 

Meine Tipps gegen Prokrastination

Niemand kommt um eine gelegentliche unproduktive Phase herum. Mein Onlinekurs ist immer noch nicht abgeschlossen. Aber ich bin schon so viel weiter als vor vier Wochen!

Ich habe festgestellt, dass Freitagnachmittag definitiv nicht der richtige Augenblick ist. Mit einem Fuß schon im Wochenende reicht meine Aufmerksamkeit für das Beantworten von E-Mails, aber nicht, um etwas zu lernen.

Statt es also von Freitag auf Freitag zu schieben, lausche ich an drei Tagen in der Woche, jeweils direkt als erste Aufgabe, zwei bis drei Lektionen. Und siehe da! Dreiviertel des Kurses sind geschafft, mein Heft ist voller Notizen und ich kann langsam überlegen, welchen Kurs ich als Nächstes absolvieren möchte.

 

Ich hoffe, meine Tipps gegen Prokrastination helfen auch dir, wieder produktiver zu arbeiten. Hast du noch weitere Ratschläge, die mir helfen können? Dann ab damit in die Kommentare – ich freue mich, von dir zu hören.

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