Zeitmanagement Tipps: 4 Strategien für weniger Stress

Ein kleiner Hinweis: Meine Texte können Werbe-Links zu Produkten (erkennst Du am * hinter dem Link) enthalten, die ich nutze und liebe. Ich werde nicht dafür bezahlt, sie einzubinden. Es handelt sich bloß um eine ehrliche Empfehlung.

Gestresst? In den meisten Fällen ist das nur eine Frage der richtigen Zeiteinteilung. Einfacher gesagt als getan. Daher zeige ich dir vier Tipps für besseres Zeitmanagement im Alltag.

Zeit für Realtalk: Ich liebe Zeitmanagement

Ich muss gestehen: Ich bin ein Nerd.

Ja, ich liebe es, Stunden vor der Playstation zu verbringen. Aber ein wirklicher Nerd bin ich, wenn es um Zeiteinteilung geht. Und Zeitmanagement. Und Zeitplanung.

Ich könnte mich stundenlang durchs Internet lesen auf der Suche nach dem neuesten Hack, womit ich meine Zeit noch effizienter nutzen kann. Kleiner Spoiler: Mache ich auch!

Vor allem mit Beginn der Selbstständigkeit war meine oberste Priorität: Ich will nicht selbst und ständig arbeiten. Ich will Pausen machen, ich will Zeit für mich haben und ich will auch mal frei machen können, ohne dass mir den ganzen Tag meine unerledigten Arbeiten nachrennen.

Mir war also von Anfang an klar, dass ich richtig gut auf meine wertvolle Zeit aufpassen muss.

Mittlerweile bin ich zufrieden mit mir. Natürlich gibt es Wochen, in denen nicht alles glattläuft und ich doch den Feierabend vergesse oder am Wochenende am Laptop sitze. Aber es gibt eben auch ausreichend (sogar überwiegend) Wochen, in denen das nicht der Fall ist.

Das verdanke ich hauptsächlich vier Strategien, die ich mir immer wieder selbst ins Gedächtnis rufe und die ich heute mit dir teilen will.

Zeiteinteilung, die zu dir passt – 4 Tipps für besseres Zeitmanagement

Überwältigt. Gestresst. Kein Ende in Sicht.

Vielleicht fühlst du dich auch so. Du arbeitest und arbeitest, die Deadlines starren dich höhnisch an und für Freunde und Familie bleibt kaum noch Zeit. Für dich schon gar nicht.

Das werden wir heute ändern!

 

1. Womit verbringst du deine Zeit?

Um deine Zeit besser einteilen zu können, musst du erst herausfinden, mit was du sie jeden Tag verbringst.

Deine Pauschalantwort lautet wahrscheinlich: Arbeit.

Ja, vermutlich verbringst du viele Stunden mit Arbeiten. Aber du machst auch Haushalt, kümmerst dich vielleicht um deine Kinder, scrollst dich durch deinen Instagram- oder Facebook-Feed und und und.

Wie bei allen wichtigen Businessentscheidungen gilt auch hier: Du kannst diese Frage nur realistisch beantworten, wenn du die richtigen Daten vorliegen hast.

Diese Daten bekommst du, indem du – zumindest für eine Weile – deine Zeit trackst. Für mindestens eine Woche solltest du genau aufschreiben, womit du deine 168 Stunden verbringst.

Dazu gehört natürlich deine Arbeit, aber auch deine Freizeit, dein Haushalt, deine Freunde und so weiter.

Ich erfasse das in einer Excel Tabelle. In der obersten Zeile habe ich die Wochentage notiert und in der ersten Spalte jeweils halbe Stunden für den gesamten Tag. Also wirklich alle 24 Stunden. Natürlich gibt es auch zahlreiche Apps dafür, falls du lieber die digitale Variante für unterwegs nutzen willst.

Ich weiß, dass Timetracking gerade am Anfang nerven kann. Aber es lohnt sich definitiv! Denn nur so kannst du entscheiden, für was du dir in Zukunft mehr Zeit gönnen willst.

Vergiss nicht, die Zeitverteilung deines Wochenendes zu notieren. Diese beide Tage gehören selbstverständlich ebenfalls zu deiner Woche und schließlich willst du auch die Dinge schwarz auf weiß sehen, die dir richtig Spaß machen und deine Batterien wieder aufladen.

Ich empfehle dir: Trage circa alle drei bis vier Stunden ein, was du gerade gemacht hast. In dieser Zeitspanne kannst du dich noch gut erinnern und musst nicht am Abend raten, wann du nun genau zum Einkaufen gegangen bist oder hilfreiche YouTube-Videos über Zeitmanagement Tipps geguckt hast.

2. Next step im Zeitmanagement: Baue 1 Stunde mehr ein

Viele Blogartikel, Ratgeber und Videos, die dir Tipps für eine bessere Zeiteinteilung geben, orientieren sich nur daran, wo du Zeit einsparen kannst.

Stelle deine Kaffeemaschine schon am Abend ein, dann sparst du morgens zwei Minuten.

Beantworte E-Mails möglichst kurz und schreibe „OK“ anstatt „Okay“. Wieder fünf Sekunden mehr.

Klar helfen diese Tipps. Aber ganz ehrlich? Niemand wird plötzlich vier Stunden mehr in der Woche zur Verfügung haben durch „OK“ statt „Okay“.

Meine zweite Strategie lautet daher: Schau dir lieber die Sachen an, mit denen du mehr Zeit verbringen willst.

Dabei hilft dir die Liste oder die App, mit der du im Idealfall eine ganze Woche verfolgt hast. Welche der Dinge, die du notiert hast, machen dir besonders Spaß, geben dir Energie oder machen dich glücklich?

Ist das vielleicht ein gutes Buch, was du ab und zu zur Hand nimmst? Ist das die Zeit, die du beim Schmusen mit deiner Katze verbringst? Oder mit deine*r Partner*in? Ist es vielleicht der Nachmittag, an dem du dich in einem bestimmten Thema fortbildest?

Notiere dir diese Sachen in einer Liste, suche eine aus und versuche dann in der kommenden Woche, eine Stunde mehr dafür einzuplanen.

An welchem Tag kannst du dir das einteilen und was musst du dafür eventuell machen, damit es auch wirklich klappt?

Musst du dir Unterstützung bei der Kinderbetreuung holen? Kannst du das nur morgens einschieben und solltest dafür früher ins Bett gehen? Musst du die Stunde vielleicht sogar aufteilen, zum Beispiel in drei Einheiten á 20 Minuten?

3. Tipp für eine bessere Zeiteinteilung: Flexibilität nutzen

Wenn du dein Timetracking analysierst, findest du wahrscheinlich heraus, dass du doch Freizeit hast. Aber eben erst spätabends oder wenn du nach einem langen Tag richtig ausgepowert bist. Zwei Folgen deiner Serie auf Netflix zu gucken erscheint natürlich viel verlockender, als endlich Klavier spielen zu lernen.

Absolut verständlich.

Aber Arbeitszeiten werden immer flexibler und vor allem als Selbständige*r kannst du fast völlig frei über deine Stunden verfügen. Wie wäre es also mit einem etwas anderen Tagesablauf?

Vielleicht möchtest du unbedingt an einem Sportkurs teilnehmen, der bereits um 18 Uhr beginnt. Dann beende deinen Arbeitstag um 17:15 Uhr und logge dich nach dem Sport und einer erfrischenden Dusche noch einmal für 45 Minuten ein.

Klingt anstrengend, aber wenn du vorher deine Zeit mit etwas verbracht hast, dass dir richtig Spaß macht, dann wirst du überrascht sein, wie viel Energie das in dir weckt.

Oder du möchtest endlich den Blog starten, von dem du schon so lange träumst. Aber nach Arbeit, kochen, einkaufen, vielleicht noch Zeit mit deinen Kindern, kannst du keinen sinnvollen Satz mehr schreiben. Dann gehe zeitig ins Bett und stell dir den Wecker eine Stunde früher.

Was du verlierst? Wahrscheinlich nur eine Stunde, die du auf dem Sofa und vor dem Fernseher verbracht hättest. Ich glaube, das ist ein fairer Deal.

Eventuell willst du auch mehr Zeit für Zweisamkeit finden. Kein Problem, denn es muss ja nicht immer das aufwendige Date am Samstagabend sein (wofür du vielleicht noch einen Babysitter organisieren musst).

Wie wäre es, wenn ihr beide zeitig Feierabend macht und euch zur Happy Hour auf einen Cocktail trefft? Oder ihr geht nach dem Einkauf am Samstag noch in eurem Lieblingscafé frühstücken? Schafft euch kleine Auszeiten vom Alltag, die nur euch gehören und keine komplizierte Planung erfordern.

4.  Sei vorsichtig mit deinen Zusagen

Fragst du Freunde oder Arbeitskollegen nach ihrem Wochenende, dann lautet die Antwort oft „Stressig“.

Wie war es auf der Arbeit? Stressig.

Wie war der Feierabend? Frag‘ nicht! Stressig.

Stress und ständig beschäftigt sein, gelten in unserer Gesellschaft leider als Statussymbol. Wer nie Zeit hat, ist eben gefragt. Ich finde ja, wer selten Zeit hat, plant falsch.

Wenn du Timetracking gemacht hast, dann ist dir sicher aufgefallen: Vieles dauert länger als geplant und natürlich kommt immer etwas dazwischen. Das ist eben so.

Wenn du dir dessen aber bewusst bist, kannst du bei deiner Tagesplanung immer etwas Puffer einbauen. Du wirst begeistert sein, wie viel ruhiger und geordneter sich deine Tage anfühlen.

Produktiver wirst du dadurch übrigens auch, denn wenn du immer wieder kleine Zeitlücken hast, kannst du Dinge abarbeiten, die sonst gerne mal liegen bleiben. Oder du trinkst in Ruhe einen Tee oder drehst eine Runde um den Block.

Daher mein Tipp: Sag nicht immer zu allem „Ja.“, nur weil du in zwei, drei oder vier Wochen laut Kalender Zeit für dafür hast.

Frage dich viel eher: Hast du darauf richtig Lust?

Das geht übrigens ganz einfach. Würdest du diese Sache morgen erledigen müssen, würdest du dafür andere Aufgaben verschieben? Wenn deine Antwort „Nein“ lautet, dann hast du wahrscheinlich in vier Wochen auch keine Lust drauf.

Schnappe dir also deinen Kalender und prüfe, welche Aufgaben du in der kommenden Woche streichen oder wenigstens verschieben kannst, um dir kleine Zeitlücken zu schaffen.

Zeitmanagement ist Übungssache

Du wirst wahrscheinlich auch mit meinen Strategien nicht von jetzt auf gleich mehr Zeit haben und nur noch entspannt durchs Leben gehen.

Aber mit nur kleinen Änderungen und hier und da einer Stunde mehr für Dinge, die dich erfüllen, kannst du dich nach und nach ruhiger fühlen.

Wie ist deine Zeiteinteilung? Bist du schon ein Pro oder fühlst dich beim Blick auf deinen Kalender überfordert?

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